Schleifen und ölen: die ideale Behandlung für Parkett

Schleifen und ölen: die ideale Behandlung für Parkett

Holzböden sorgen für ein gesundes Wohnklima - wenn bei der Behandlung der Oberfläche einige wenige, aber wichtige Punkte beachtet werden.

Schleifen, in mehreren Schichten Öl auftragen und polieren - mehr muss man für die perfekte Behandlung von Parkett nicht tun. Es kommt vor allem auf die sorgfältige Vorarbeit und darauf an, alles gleichmäßig aufzutragen. Aber auch die Holzarten, die für den Bodenbelag verwendet wurden, spielen eine Rolle.

Vorbereitung

Für die Verarbeitung und Trocknung des Parkett-Öls ist eine Raumtemperatur von 18 bis 22 Grad Celsius ideal. Auch das Öl selbst sollte bei der Verarbeitung Raumtemperatur haben. Da es vor allem beim ersten Mal möglichst in einem einzigen Arbeitsgang aufgetragen werden sollte, sollte die benötigte Menge vor Beginn der Arbeit bereitstehen. Der Verbrauch ist bei allen Holzarten etwa gleich. Für alle drei Aufträge ist mit 60 - 80 ml pro Quadratmeter zu rechnen. Der größte Teil davon wird jedoch beim Auftrag auf das noch unbehandelte Holz verbraucht.

Schleifen - je feiner desto schöner die Oberfläche

Es ist wichtig, dass der Bodenbelag sorgfältig für die Behandlung vorbereitet wird. Alle Holzarten sollten in mehreren Stufen bis zu Korn 180 vorgeschliffen werden. Gröbere Schleifstufen verursachen häufig Schleifspuren, die erst nach dem Ölen des Parketts sichtbar werden und dann ein erneutes Schleifen erforderlich machen. Das Schleifen muss gleichmäßig bis in die Ecken des Raumes erfolgen.

Öl beim ersten Mal satt auftragen

Der erste Auftrag des Parkett-Öls auf dem Bodenbelag nach dem Schleifen sollte sehr großzügig erfolgen. Am einfachsten ist es, das Öl direkt auf den Boden zu gießen und dann mit einem Gummiabstreifer zu verteilen. Für Ecken und schwer erreichbare Stellen ist allerdings ein Pinsel besser geeignet. Das Öl soll so satt auf der Fläche stehen, dass es in etwa 15 Minuten in das Holz einzieht. Falls es rascher in die Holzfasern eindringt, sollte nachgeölt werden. Je nach Holzarten kann das Eindringen stellenweise sehr unterschiedlich sein. In diesen Fällen können Überstände auf saugfähigere Stellen verteilt werden.

Überstände vom Parkett abnehmen

Nach etwa einer Viertelstunde sollte alles Öl, das noch nicht in das Holz eingezogen ist, mit einem saugfähigen, nicht fusselnden Tuch vom Bodenbelag abgenommen werden. Geht es um die Behandlung von großen Flächen, ist eine Poliermaschine mit entsprechenden Saug-Pads hilfreich. Wenn das Öl in diesem Stadium der Behandlung sorgfältig vom Bodenbelag abgenommen wird, ist kein weiteres Schleifen erforderlich.

Flecken auf ungeöltem Parkett vermeiden

Damit der Bodenbelag später keine unschönen Flecken bekommt, darf das Holz vor der Behandlung nicht mit ölgetränktenSchuhen betreten werden. Ist der gesamte Bodenbelag einmal geölt, kann das Parkett mit Plastikschuhen betreten werden oder mit Schuhen, die man mit einer Plastikfolie geschützt hat.

Beim zweiten und dritten Ölen sparsam vorgehen

Anders als beim ersten Auftrag wird in den folgenden beiden Arbeitsschritten bei allen Holzarten wenig Öl aufgetragen. Es wird nur mit einigen Spritzern verteilt und umgehend einpoliert. Das kann mit einem weichen Tuch per Hand oder mit der Maschine erfolgen. Die richtige Menge Öl erkennt man an einer gleichmäßig glänzenden Oberfläche. Da das Holz vom ersten Ölen schon weitgehend gesättigt ist, nimmt es nur noch wenig Öl auf, das möglichst rasch verteilt werden soll. Keinesfalls dürfen feucht glänzende Lachen von Öl auf dem Holz stehen bleiben. Darauf ist vor allem bei schwach saugenden Holzarten, wie etwa bei Eiche, zu achten.

Den geölten Bodenbelag gut trocknen lassen

Der Bodenbelag ist nach etwa einem Tag begehbar. Mit dem Aufstellen von Möbeln sollte zwei bis drei Tage gewartet werden, mit dem Auflegen von Teppichen sogar noch etwas länger, um Flecken zu vermeiden und eine vollständige Trocknung zu erreichen.

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